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Behandlungen bei Tieren

  • Gicht

  • Rheuma

  • Nervenschmerzen

  • Wundheilungsstörung, Wundschwellungen

  • Durchblutungsstörungen

  • Venenentzündung, Beschwerden nach Thrombosen (postthrombotisches Syndrom)

  • Sehnenscheidenentzündung

  • Blutergüsse, Abszess

  • und viele weitere Erkrankungen

Insbesondere bei Arthrose ist die Blutegeltherapie hervorragend dazu geeignet, die Schmerzen zu lindern und durch den Entstauungseffekt Schwellungen zu reduzieren. Häufig werden die durch Arthrose verursachten Beschwerden bereits nach der ersten Blutegelbehandlung spürbar gelindert. Generell ist die Blutegeltherapie äusserst hilfreich bei allen Erkrankungen, denen Durchblutungsstörungen oder Entzündungsprozesse zugrunde liegen.

Meine Blutegel

"Meine Blutegel" erhalte ich von der Biebertaler Blutegelzucht, einem professionellen, qualitätsgesicherten und kontrollierten Anbieter. Dies gewährleistet Qualität. Außerdem leben die Blutegel so lange wie möglich in optimaler Umgebung, sind kurzfristig verfügbar und werden beim Transport geschont. Diese Vorteile sind mir den etwas höheren Preis gegenüber Blutegeln aus dem Ausland wert.

 

Dass die Blutegeltherapie keine Randerscheinung sondern eine bewährte und breit angewendete Therapie ist, zeigt auch die Dimsion des Unternehmens, bei dem ich meine Blutegel beziehe. Die Biebertaler Blutegelzucht hat über 20 Mitarbeiter, die jährlich rund 300.000 Blutegel aus ca. 40 Teichen verkaufen.

Blutegel Therapie

Geschichte der Blutegel Therapie

Die Blutegeltherapie gehört zu den ältesten Heilmethoden in der überlieferten Medizingeschichte. Erste Überlieferungen der Blutegeltherapie stammen aus Mesopotamien (3.300 v. Chr.). Erste eindeutige Schilderungen der Blutegeltherapie stammen jedoch aus der indischen Medizin. Die mythische Gestalt Dhavantari, der Arzt, der der Welt die traditionelle indische Medizin offenbarte, trug in der einen Hand Nektar, in der anderen hält er einen Blutegel. Die umfangreichste Darstellung dieser Therapie findet sich bei Sushruta (100–600 v. Chr.). Auch die traditionelle chinesische Medizin (TCM) verwendet die Blutegeltherapie, doch spielte sie dort immer eher eine untergeordnete Rolle. In Europa war die Blutegeltherapie seit der Antike (Nicandros von Kolophon 200–130 v. Chr.; Galen 129–199 n Chr.) bis ins 19. Jh. hinein ein unverzichtbarer Bestandteil der ärztlichen Therapie, aber auch immer Bestandteil der Volksmedizin.

Angeregt durch François Broussais und seine Schüler erlangte die Behandlung mit Blutegeln in Frankreich in der ersten Hälfte des 19. Jh. eine besondere Verbreitung. Nach Broussais System der „Physiologischen Medizin“ („doctrine physiologique“) beruhen sämtliche Krankheitsformen auf Entzündung, und die höheren Grade derselben erregen auf sympathischem Wege Irritationen anderer Organe; so entsteht das Fieber und zwar liegt den meisten fieberhaften Erkrankungen eine Gastroenteritis zugrunde. Zur Therapie dienten die Diät und besonders der Blutentzug, der durch Aderlass und durch den Einsatz von Blutegeln in der Bauchregion praktiziert wurde. Zwischen 1828 und 1832 wurden in Frankreich jährlich 15–16 Millionen Blutegel verbraucht, gegenüber 6–7 Millionen in England. Die Nachfrage nach Blutegeln konnte bald nicht mehr gedeckt werden und so wurden Vorrichtungen entwickelt, mit denen die Aktion der Blutegel nachgeahmt werden konnte

Blutegel und ihre Wirkstoffe

Bei der Blutegelbehandlung dreht sich alles um die im Speichel der kleinen Tierchen enthaltenen Wirkstoffe. Darin wurden über 20 verschiedene Inhaltsstoffe von Wissenschaftlern entdeckt. Insbesondere die Substanzen Eglin und Hirudin haben sich als besonders hilfreich erwiesen und wurden daraufhin intensiv erforscht.

Der Wirkstoff Eglin blockiert entzündungsauslösende Enzyme und wirkt dadurch Entzündungsprozessen entgegen. Daher dient Eglin als natürlicher Entzündungshemmer. Zudem hat Eglin eine schmerzlindernde Wirkung.

Der Wirkstoff Hirudin hat eine ganze Reihe von positiven Eigenschaften:

Indem es die Blutgerinnung hemmt verhindert Hirudin die Bildung von Thrombosen und trägt dazu bei bestehende Thromben aufzulösen. Weiterhin wirkt Hirudin gefäß-krampflösend, was eine entstauende Wirkung zur Folge hat. Zudem stärkt Hirudin das körpereigene Immunsystem, indem es die Bildung von weißen Blutkörperchen (Leukozyten) fördert. Leukozyten sind die zellulären Elemente des menschlichen Immunsystems. Da Hirudin darüber hinaus auch noch den Lymphfluss beschleunigt kann der Körper die in der Lymphe enthaltenen Schadstoffe im Zuge des Ausleitungsverfahrens schneller ausscheiden.